| Veranstaltungen, Internationale Partnerschaften, Erasmus+, Europa, Schüleraustausch

Nachhaltigkeit und Freundschaft

Erasmus+: „Recycle your future“ in Deutschland

Nachhaltigkeit und Freundschaft, besonders unter verschiedenen Kulturen, ist heute so wichtig wie noch nie. Dies war auch das Ziel des Erasmus-Plus-Projektes dieses Jahres, bei dem uns Schüler aus Polen und der Türkei vom 07.12.2025 bis zum 12.12.2025 besuchten, um einen Einblick in Nachhaltigkeitsprojekte aus der Umgebung des Niederrheins zu bekommen und dabei ein bisschen deutsche Kultur kennenzulernen. In diesem Bericht werden wir Euch darüber einen Rückblick geben, was wir in dieser Woche unternommen haben.

Sonntag war Anreisetag. Die polnische Gruppe aus Köslin (Koszalin) verspätete sich etwas, da ihr FlixBus in eine Demonstration in Essen geriet und der Anschluss nach Viersen verpasst wurde. Die türkische Gruppe aus Samsun landete am Flughafen Köln/Bonn und reiste mit der Deutschen Bahn weiter.

Am Montag erwartete uns um 10 Uhr in der Aula eine Begrüßungszeremonie mit Bürgermeister Christoph Hopp und Schulleiter Christian Mengen, welche beide eine Rede auf Englisch hielten. Umrahmt wurde der offizielle Empfang durch das Orchester unter der Leitung von Pierre Leibfried. Anschließend lernten sich alle Schüler durch Spiele wie „Drei Lügen, eine Wahrheit“ kennen und aßen dabei typisch deutsches Weihnachtsgebäck wie Christstollen und Plätzchen.
Der letzte offizielle Teil des Tages, war eine historische Stadtrallye durch Dülken, die uns Oskar Hintz auf freiwilliger Basis gab. Dabei besichtigten wir die St.-Cornelius-Kirche, die Innenstadt und die ehemalige Kreuzherrenschule, welche ebenfalls ein Kloster war und zu der uns Oskar (legal) Zutritt verschaffte.  

Der Dienstag fing damit an, dass wir unsere Austauschpartner in den Unterricht mitnehmen sollten. Danach trafen wir uns alle in Raum 051 und uns wurde „Clara goes Green“ sowie zwei Schülerfirmen vorgestellt, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet waren. Merlin Dolenec und Anton Palmer stellten das Start-up „MerClean“ vor, welches umweltfreundliche Toiletten-Tabs produziert. 
Rafael Flas präsentierte die Schülerfirma „Flas & Rosendahl“ und ihr nachhaltiges sowie simples Deodorant. Anschließend erfuhren wir noch, welche Nachhaltigkeitsprojekte die Stadt Viersen hat.
Der letzte offizielle Punkt des Tages, war ein Besuch im Stadt- und Kreisarchiv, welches nachhaltig gebaut wurde und in dem wir eine kleine Führung bekamen.
Nach dem offiziellen Part entschlossen sich viele Schüler, nach Düsseldorf zu fahren. Durch die Weihnachtsmärkte in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zeigte sich den Polen und Türken, wie tief Weihnachten in unserer Kultur verankert ist.                 

Am Mittwoch besuchten wir die Firma Derix, ein Unternehmen, welche riesige Gebäude aus Holz baut, das anschließend nahezu vollständig wiederverwendet werden kann.
In Niederkrüchten ging unsere Reise dann weiter zum Biohof Bolten, in dem uns am Ende des Rundgangs über den Hof Kürbissuppe serviert wurde.
Von dort aus fuhren wir weiter nach Roermond, wo wir uns die Kathedrale, die Innenstadt und das Outlet anschauten. In einem europäischen Projekt durfte ein kurzer Abstecher zu unseren niederländischen Nachbarn nicht fehlen. 

Der Donnerstag startete dann um 8 Uhr im Viersener Bahnhof, von dem aus wir nach Aachen fuhren, wo wir den Aachener Dom, die Innenstadt und den Weihnachtsmarkt besichtigten.
Anschließend wurde uns von der RWTH Aachen in einer improvisierten Räumlichkeit  – der ursprünglich geplante Ort des Start-ups war zwei Tage zuvor abgebrannt – ein nachhaltiges Projekt vorgestellt. „Willowprint“ basiert auf dem 3D-Druck mit Holzfasermaterial, das z.B. für Häuser in der Zukunft verwendet werden könnte.
Am Abend fand das Abschiedsessen im Bürgerhaus statt, bei dem wir gesponserte Artikel von Derix wie USB-Sticks und Sonnenbrillen als Abschiedsgeschenk bekommen haben.

Am Freitag brach der letzte Tag dieses Projektes an. Der Morgen begann wie so oft am Viersener Bahnhof mit Köln als Ziel. In Köln lagerten wir erstmals das Gepäck am Bahnhof und gingen anschließend zum Kölner Dom und zum Weihnachtsmarkt, dessen Nachhaltigkeitskonzept von uns unter die Lupe genommen wurde. Danach stand das Highlight von Köln bevor, nämlich das Schokoladenmuseum, in dem uns gezeigt wurde, wie Schokolade nachhaltig hergestellt wird und wir selbstverständlich von verschiedenen Sorten kosten konnten.
Leider war es dann so weit und nach einer schmerzhaften Verabschiedung fuhren dann die Polen über Hamburg wieder zurück nach Köslin. Während die Türken etwa noch acht Stunden auf ihren Flug ab Köln/Bonn warten mussten, um von dort aus wieder zurück nach Samsun zu fliegen, war die Reise für uns in Richtung Viersen keine angenehme Fahrt. Nachdem wir den Anschluss in Neuss knapp verpassten und drei weitere Züge Richtung Viersen ausfielen, brannte der vierte vor unseren Augen ab.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich die Teilnahme an diesem Projekt auf alle Fälle gelohnt hat und man viel Wissen über Nachhaltigkeit wie auch Umweltbewusstsein bekommen hat.
Viel wichtiger sind starke Freundschaften, die über Grenzen gehen, Erinnerungen, an die man noch lange denken wird. Es sind unvergessliche Momente dazugekommen, die uns das Erasmus-Plus-Projekt gebracht hat. 

Paul Eckert (EF)

 Haftungsausschluss: Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa und wird mit Mitteln der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.