| Internationale Partnerschaften, Erasmus+, Europa, Schüleraustausch
Biologische Landwirtschaft – Nachhaltigkeit zwischen Ökologie und Ökonomie
Schwerpunkt des Erasmus-Plus-Projektes „Recycle your future“
Am ersten Tag haben wir gelernt, wie wichtig nachhaltige Nutzung von Ressourcen ist, besonders im Zusammenhang mit Bauen und Forstwirtschaft. Holz spielt dabei eine zentrale Rolle, weil es CO₂ speichert und ein nachwachsender Rohstoff ist. Entscheidend ist, dass nur so viel Holz genutzt wird, wie der Wald wieder regenerieren kann. Wenn Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden, entsteht ein geschlossener Kreislauf: Bäume wachsen, speichern CO₂, werden genutzt und die Emissionen gelangen wieder zurück in den Wald, wo sie erneut in neu wachsendem Holz gebunden werden. Dieser Holz- und CO₂-Kreislauf dauert ungefähr 80 Jahre, bis alles vollständig nachgewachsen ist. Wenn dieser Kreislauf eingehalten wird, kann Holz über Generationen hinweg nachhaltig genutzt werden und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Der Kreislauf zeigt, wie eng Klimaschutz und biologische Nutzung zusammenhängen.
Der zweite Tag beschäftigte sich stärker mit landwirtschaftlichen Praktiken. Wir haben gelernt, dass in der biologischen Landwirtschaft chemische Mittel wie Pestizide möglichst selten eingesetzt werden und stattdessen natürliche Prozesse genutzt werden. Mikroorganismen im Boden spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie mit Pflanzenwurzeln zusammenarbeiten und das Wachstum unterstützen. Außerdem wurde deutlich, dass Boden zwar CO₂ speichern kann, diese Speicherung aber sehr begrenzt ist. Insgesamt ging es darum, Technik und Natur sinnvoll zu kombinieren, zum Beispiel durch den Einsatz erneuerbarer Energie für Kühlung oder Lagerung von Lebensmitteln.
Am dritten Tag lag der Fokus auf schnell nachwachsenden Pflanzen wie Weiden im Beispiel des 3D-Drucks. Diese Pflanzen werden oft ausschließlich zur Energiegewinnung angebaut, obwohl sie auch für andere Produkte genutzt werden könnten. Weiden wachsen sehr schnell nach und eignen sich daher gut für nachhaltige Nutzung. Produkte aus solchen Pflanzen können biologisch abbaubar oder kompostierbar sein, was zeigt, dass auch industrielle Materialien Teil eines ökologischen Kreislaufs sein können, selbst wenn sie nicht besonders nährstoffreich für den Boden sind.
Der vierte Tag behandelte den Kakaoanbau. Kakao wächst das ganze Jahr über und ist ein sehr wichtiges Exportprodukt, zum Beispiel für Länder wie die Elfenbeinküste. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass der Kakaoanbau stark mit Abholzung verbunden ist. Nebenprodukte wie Kakaoschalen können jedoch weiterverwendet werden, etwa im Garten oder als Tee. Das zeigt, dass auch hier nachhaltigere Lösungen möglich sind, um Umweltbelastungen zu reduzieren.
Konstantinos Liberopoulos (EF)
Haftungsausschluss: Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa und wird mit Mitteln der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.
Erasmus+: Nachhaltiges Bauen und ökologische Landwirtschaft – „Recycle your future“ in Dülken 2025












