Begegnung mit Osteuropa: Clara erzielt zwei Siegerpreise

Im Endspurt spontan und mit viel Engagement in den Wettbewerb eingetreten und gleich einen Siegerpreis erlangt – so einfach lässt sich der Erfolg von Hannah Nelsen, Sara Weis, Fabian Beinhoff, Kristin Fastabend, Viktoria Kellermann, Jana, Günther, Laura Schmidt und Lisa Koenen unter Leitung von Marion Bleyer-Heck im Fachbereich Musik zusammenfassen. Im Projekt „Die Spur der Wölfe“ waren die Schüler angehalten, eigene Gedanken zum Thema „Grenzen(los)“ zu entwickeln.

Warum gibt es eigentlich Grenzen? Wie sähe eine grenzenlose Welt aus? Die kreative musikalische und sprachliche Interpretation der Aufgabe führt in Kombination mit ihrer bildlichen Illustration thematisch vom Ursprung des Schülerwettbewerbs im historischen deutschen Osten von der ostpreußisch-litauischen Grenze in Nimmersatt über Flucht und Vertreibung sowie die Teilung Deutschlands bis in die von Grenzüberschreitungen geprägte Gegenwart – ein umfangreicher, vielschichtiger Stoff, der unterschiedliche Aspekte beleuchten sowie kritische Fragen formulieren ließ und insgesamt zum Nachdenken anregt.

Auch die Zusatzkurse der Q2 im Fachbereich Geschichte beteiligten sich wie in den vergangenen Jahren am Osteuropawettbewerb. Im Projekt „Die Wahrheit siegt! – Willkommen in Czechia!“ näherten sich die Schüler der Kultur, Geschichte und Geographie Tschechiens. Schon allein durch die praktisch durchgängig vorhandenen zweisprachigen Ortsbezeichnungen trat das Kulturerbe der Sudetendeutschen im über Jahrhunderte unter der Herrschaft der Habsburger zum Reichsverband gehörenden Böhmen und Mähren zutage.

Bei der Beschäftigung mit den Nationalitätenkonflikten in der multiethnischen Tschechoslowakei im 20. Jahrhundert, dem Prager Frühling oder dem Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union konnten exemplarisch prägende Entwicklungen und Ereignisse der mittel- und osteuropäischen Geschichte thematisiert werden. Dabei konnte die Gruppe von Niklas Wirtz, Nicolai Weyers, Chantal Heinisch und Felix Finke die Bewerter mit ihrer Arbeit besonders überzeugen und  wurde ebenfalls mit einem Siegerpreis ausgezeichnet.

Der mit Mitteln der Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz finanzierte Schülerwettbewerb soll das Schicksal der Deutschen in ihren historischen Siedlungsgebieten jenseits von Oder und Neiße sowie die geschichtlichen und kulturellen Beziehungen zu ihren Nachbarn in Osteuropa im Bewusstsein erhalten.