| Wettbewerbe, Europa, Begegnung mit Osteuropa
Religion: Erfolg beim Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ 2026
Auch im Jahr 2026 nahm der 10. Jahrgang des Clara-Schumann-Gymnasiums Dülken im Rahmen des Religionsunterrichts bei Herrn Zauner am Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ teil. Im Projekt „EUROPA – WestOstWärts“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Themen rund um den Zweiten Weltkrieg, Kirche und gesellschaftliche Verantwortung auseinander.
Besonders erfreulich ist, dass Emily Pflaum (10c) und ich (10a) jeweils einen Siegerpreis in Höhe von 100 Euro gewinnen konnten.
Für meinen Beitrag habe ich ein digitales Magazin über die Frauenkirche in Dresden erstellt. Im Mittelpunkt stand ihre Entwicklung – von der Entstehung über die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Wiederaufbau nach 1990. Ein zentraler Gedanke meines Magazins lautet:
„Der Wiederaufbau der Frauenkirche steht als Symbol für Frieden, Versöhnung und den Neuanfang einer ganzen Stadt.“
Die Idee zu diesem Thema entstand während unserer Klassenfahrt nach Dresden. Vor Ort wurde mir bewusst, wie gut sich die Frauenkirche eignet, um Geschichte, Religion und europäische Perspektiven miteinander zu verbinden. Über mehrere Wochen hinweg arbeitete ich an meinem Projekt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Moment, als ich mein fertiges Magazin abgeschickt habe – und die anschließende Überraschung, tatsächlich gewonnen zu haben.
Auch Emily Pflaum setzte sich sehr intensiv mit ihrem Thema auseinander. Sie reichte zwei Texte sowie ein Poster ein und beschäftigte sich dabei mit dem Theologen Dietrich Bonhoeffer. Besonders interessierte sie die Frage, wie Bonhoeffer gehandelt hat und warum er so gehandelt hat. Sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus und der Mut, seine Überzeugungen trotz großer Gefahr zu vertreten, standen dabei im Mittelpunkt.
Emily beschreibt Bonhoeffer als eine Persönlichkeit, die bis heute inspirierend wirkt. Auch wenn die Teilnahme am Wettbewerb Teil des Unterrichts war, spielte für sie vor allem das persönliche Interesse an diesem Thema eine wichtige Rolle. Über mehrere Wochen hinweg arbeitete sie an ihren Texten und ihrem Poster. Als sie schließlich von ihrem Gewinn erfuhr, reagierte sie zunächst ungläubig – bevor die Freude über den Erfolg überwog.
Die Ergebnisse zeigen, wie unterschiedlich und gleichzeitig spannend die Auseinandersetzung mit dem Wettbewerbsthema sein kann: Während sich mein Beitrag mit einem historischen Bauwerk als Symbol für Erinnerung und Versöhnung beschäftigte, rückte Emilys Arbeit eine konkrete Person und deren mutige Haltung in den Mittelpunkt.
Die Teilnahme am Wettbewerb bot insgesamt die Möglichkeit, sich eigenständig und kreativ mit wichtigen historischen Themen auseinanderzusetzen und die Inhalte des Unterrichts zu vertiefen.
Lena Rusczyk (10a)






