Im Zentrum des Projekts steht der von vielen Schulen heiß begehrte TouchTomorrow-Truck, der bundesweit an Schulen mit gymnasialer Oberstufe fährt und nun vom Clara-Schumann-Gymnasium für einen einwöchigen Besuch gewonnen werden konnte.
An Bord hatte der Truck ein äußerst spannendes und aktuelles Programm zur Lebens- und Arbeitswelt der Zukunft, insbesondere bezogen auf Naturwissenschaften und Technik. Zentral waren dabei die Fragestellungen „Wie lebe ich morgen?“ und „Wie arbeite ich morgen?“.
Konkret gab es im Truck 8 verschiedene MINT-Stationen, beginnend bei organischen LED über Smart Textiles, Datenverschlüsselung, intelligente Produktion in der Industrie, den Hyperloop als Beispiel für die Mobilität der Zukunft und Virtual Reality, über Robotik bis hin zur Gedankensteuerung. Die Schülerinnen und Schülern erkundeten fasziniert und mit großem Eifer die verschiedenen Zukunftstechnologien, unterstützt von den vier „MINT-Coaches“ des Trucks.
So machten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise an der Station „Roboter – Menschliche Maschinen?“ Bekanntschaft mit NAO, einem der weltweit modernsten humanoiden Roboter. Er ist etwa 60 cm groß, wiegt fünf Kilogramm und verfügt über einen menschenähnlichen Bewegungsapparat. Grundlage für die Konstruktion von NAO ist die Bionik, in der sich Biologie und Technik verbindet: Technische Herausforderungen werden mit biologischen Prinzipien gelöst. Die Bionik ist eine mittlerweile etablierte Wissenschaft mit großem Innovationspotential. Bionik wird übrigens auch am Clara-Schumann-Gymnasium unterrichtet, das damit eine Pionierfunktion einnimmt, denn noch hat dies Seltenheitswert an Schulen.
Besonders angetan hatte es den Schülerinnen und Schülern auch die Station der Gedankensteuerung: Mittels Gedankenkraft konnten sie hier eine Kugel auf einem Bildschirm durch ein Labyrinth steuern und dabei im Wettkampf gegeneinander antreten. Dazu mussten sie sich ein kleines Gerät mit einem Brain-Computer-Interface auf den Kopf setzen. Damit wurden bestimmte elektrische Impulse in ihrem Gehirn gemessen und an einen Computer übertragen, der sie in Steuerungsbefehle umsetzte und so die Kugel durch das Labyrinth leitete. Diese Technik wird bereits verwendet, um beispielsweise Prothesen zu steuern.