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Charlemagne, Schokolade und Gemeinschaft

Mit Austauschpartnern aus Lambersart in Aachen, Köln und Düsseldorf

Inzwischen ist es zu einer Herausforderung geworden, eine bezahlbare und zugleich verlässliche Transportmöglichkeit für die Aktivitäten unseres Frankreichaustauschs zu organisieren. In diesem Jahr reiste die französische Gruppe aus Lambersart mit dem Zug nach Aachen, wo sie von der deutschen Gruppe aus Dülken in Empfang genommen wurde. Auf dem Weg in die Altstadt konnte bereits eine Verkostung bei der Printenbäckerei Klein arrangiert werden. Die Schüler erfuhren einiges über die Herstellung unterschiedlicher Arten der Aachener Spezialität. Nach dem Genuss des kulinarischen Kulturguts wandelten die Schüler auf den Spuren Karls des Großen in und um den Aachener Dom herum und entdeckten dabei gemeinsame geschichtliche Wurzeln beider Nationen.

Den Kölner Dom durften die Teilnehmer im März 2026 noch einmal kostenlos bestaunen. Durch die Altstadt und an der Rheinpromenade entlang ging es von dort aus zum Schokoladenmuseum, wo die nächste süße Versuchung wartete, diesmal in österlichem Ambiente. Ein Einblick in die Herkunft und Herstellung von Schokolade sowie in die Nachhaltigkeit beim Anbau von Kakaobohnen wurde hier geboten. Nicht nur der bekannte Schokoladenbrunnen lockte dabei die Besucher an. Auch die unterschiedlichen Zustände von Schokolade in ihrem Produktionsprozess konnten geschmacklich nachvollzogen werden. Natürlich verbrachten die Schüler in gemischten deutsch-französischen Gruppen auch gemeinsame Freizeit in Köln.

Am Mittwochmorgen fand der offizielle Empfang der französischen Gäste durch Bürgermeister Christoph Hopp und Schulleiter Christian Mengen statt. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Orchester unter der Leitung von Pierre Leibfried. Die deutsch-französische Freundschaft sowie die Partnerschaft zwischen den Städten Lambersart und Viersen einerseits und zwischen dem Collège Sainte-Odile und dem Clara-Schumann-Gymnasium andererseits standen im Mittelpunkt der Wortbeiträge. Das 40jährige Bestehen des Schüleraustauschs, dessen Jubiläum im kommenden Jahr begangen werden wird, warf dabei seine Schatten voraus. Während die Schüler im Rahmen einer Stadtrallye gemeinsam Dülken erkundeten, arbeiteten die Lehrer an einem Konzept für das Jubiläum. Am Mittwochnachmittag gab es Zeit für Unternehmungen in den Familien. 

Bei einem Schüleraustausch steht „Gemeinschaft“ selbstverständlich immer im Mittelpunkt des Geschehens. Im Düsseldorfer Kunstpalast näherte sich die Gruppe im Rahmen einer deutsch-französischen Führung dem Thema aus künstlerischer Sicht. Dabei bildeten insbesondere Fotografien unterschiedlicher Art den Schwerpunkt der Ausstellung. Vorbei an der Tonhalle ging es anschließend über die Rheinuferpromenade in die Düsseldorfer Altstadt. 

Der Abschied von der französischen Gruppe fand diesmal am Bahnhof Viersen statt. Es war schön zu sehen, dass die deutschen und französischen Schüler besonders gut zueinander gefunden hatten. Nach einer abwechslungsreichen Woche blicken wir nun mit Vorfreude auf den anstehenden Gegenbesuch in Frankreich im Juni. À bientôt !