| MINT

Aus dem OP direkt ins Klassenzimmer

Mittlerweile ist es schon eine schöne Tradition geworden:

Prof. Dr. med. Udo Boeken, Oberarzt und Leiter des Transplantationsprogramms am Univer­sitäts­klinikum Düsseldorf, besuchte erneut unsere Schule und referierte vor den Schüler*innen des Biologie-Leistungskurses sowie einigen interessierten Grundkurs-Schüler*innen in Raum 123.

In einer „pickepackevollen“ Stunde nahm Prof. Dr. Boeken die Schülerschaft mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Herztransplantation – von der ersten erfolgreichen Herzverpflanzung im Jahr 1967 bis hin zu modernsten Entwicklungen der heutigen Medizin. Eindrucksvoll verdeutlichte er anhand von Überlebensstatistiken, welche enormen Fortschritte die Transplantationsmedizin in den vergangenen fast 60 Jahren gemacht hat. Besonders faszinierend war dabei der Blick in die Zukunft: Die sogenannte Xenotransplantation könnte schon bald Realität werden. Dabei sollen genetisch speziell veränderte Schweineherzen künftig Menschenleben retten und den Mangel an Spenderorganen verringern.

Für große Aufmerksamkeit sorgten vor allem die Berichte direkt aus dem OP-Alltag. Prof. Dr. Boeken schilderte eindrucksvoll, wie moderne Transportboxen inzwischen ermöglichen, Spender­herzen länger als vier Stunden außerhalb des Körpers sicher zu transportieren – ein bedeutender Fortschritt für die Transplantationsmedizin.

Am Ende blieb jedoch eine zentrale Erkenntnis besonders im Gedächtnis: Noch immer fehlen viele Spenderorgane. Die bewusste Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu Leb­zeiten kann daher Leben retten und Angehörige in schwierigen Situationen entlasten.

 


Text: Mara Heining, Foto mit Genehmigung von Herrn Dr. Boeken