Osteuropawettbewerb 2019: Siegerpreis für Album zur Familiengeschichte

Begegnung mit Osteuropa 2019

Für ihr selbstgestaltetes Album zur Geschichte ihrer Familien sind Yannick Albers, Levent Mourat, Jan Morabito und Tobias Brock mit einem Siegerpreis beim NRW-Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Projektes „Auf den Spuren meiner Familie“ haben die Schüler sich mit historisch relevanten Ereignissen auseinandergesetzt, die Einfluss auf das Leben ihrer Angehörigen hatten.

Die Geschehnisse des 20. Jahrhunderts finden sich so in vielerlei Aspekten in der Arbeit wieder, wobei dem 2. Weltkrieg ein Schwerpunkt zukommt. Luftangriffe auf deutsche Städte, hier Dresden und Hamburg, werden ebenso thematisiert wie Kriegsgefangenschaft, Zwangsarbeit oder Evakuierung aus dem Rheinland. Erlebnisse unter den Vorzeichen von Nationalsozialismus, Kommunismus und Besatzung spielen eine Rolle.

Der ursprüngliche Hintergrund des Schülerwettbewerbs tritt dabei nicht nur durch Schilderungen zutage, die im Memelland (Ostpreußen) oder in Dresden stattfanden, das zum Zeitpunkt der Bombardierungen mit vornehmlich aus Schlesien eintreffenden Flüchtlingen überfüllt war, sondern auch durch ein weiteres Beispiel ethnischer Säuberung in Südosteuropa. Die Entscheidungen der Siegermächte des Ersten Weltkrieges in Paris bezogen sich nicht nur auf das Deutsche Reich (Versailles), Österreich (Saint-Germain-en-Laye), Ungarn (Trianon) und Bulgarien (Neuilly-sur-Seine), sondern auch auf das Osmanische Reich (Sèvres). Der sogenannte „Bevölkerungsaustausch“ zwischen Griechenland und der Türkei betraf rund 1,6 Millionen Menschen.

Der mit Mitteln der Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz finanzierte Schülerwettbewerb soll das Schicksal der Deutschen in ihren historischen Siedlungsgebieten jenseits von Oder und Neiße sowie die geschichtlichen und kulturellen Beziehungen zu ihren Nachbarn in Osteuropa im Bewusstsein erhalten.