Viva lo scambio! – Bericht vom Italienaustausch

Zum zweiten Mal fand am Clara-Schumann-Gymnasium der Praktikumsaustausch mit dem Liceo Istituto d’Istruzione Superiore Alberti di Bormio (SO) statt. Bereits in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien durften 8 Schülerinnen und Schüler der Q1 ihre italienischen Austauschpartner in Dülken begrüßen: Vom 2. bis zum 16. September drehte sich für sie alles um ihre neuen Freunde und den Austausch, italienisch scambio.

Anders als bei sonstigen Austauschprogrammen nutzten die Besucherinnen und Besucher aus Italien den Aufenthalt aber nicht, um am Schulunterricht in den Klassen ihrer Gastgeber teilzunehmen. Stattdessen absolvierten sie Betriebspraktika in Viersener Unternehmen und sammelten dadurch zahlreiche gewinnbringende Eindrücke.

Nach zwei ereignisreichen Wochen freut uns Italienischlehrerinnen sehr, dass der Austausch bei allen durchweg für Begeisterung sorgte. Was die Schülerinnen und Schüler genau erlebten, erfahren Sie im folgenden Erfahrungsbericht.

Austausch mit Bormio – ein Erfahrungsbericht

Unsere Schule ist berühmt und berüchtigt für ihre vielen Angebote im Bereich Austausch. Und schon seit 2009 gibt es unseren schönen Austausch mit Italien. Auch dieses Jahr kamen 8 Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen zu uns, um ein Praktikum zu absolvieren. Ich bin Victoria aus der Q1 und werde euch meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke schildern.

Am Sonntag, den 2. September 2018 war es soweit: Unsere Austauschschüler kamen bei schönem Wetter in Weeze an. Nachdem wir zu Hause angekommen waren, fing für Maria, meine Austauschschülerin, der Spaß an. Ich nahm sie mit auf meine Orchesterprobe für das Musical.

Das Praktikum fing für die Italiener nicht sofort an. Am Montag fuhren wir alle zusammen in das schöne Köln. Dort machten wir in 2er-Teams eine Rallye durch die Stadt. Sogar einen kleinen Preis konnte man gewinnen. Hinterher trafen wir uns, um eine Kleinigkeit zu essen und uns besser kennenzulernen.

Dienstag fing dann endlich das spannende Praktikum an. Die meisten Italiener absolvierten diese in Kindergärten oder Jugendzentren. Nachmittags holte ich Maria von ihrer Praktikumsstelle ab und abends trafen wir uns mit Freunden in Brüggen zum Eisessen. Die Italiener waren begeistert vom deutschen Eis. 😉

Einen Tag später fuhren Maria und ich zusammen mit Lasse, seinem Austauschschüler, und Camilla nach Roermond, um ein wenig shoppen zu gehen und unsere Nähe zu der niederländischen Grenze zu zeigen. Wir gingen eine große Runde durch das Outlet, die Altstadt und später auch zur Maas.

Freitags gingen wir wieder mit unseren Freunden Eis essen. Generell gingen wir sehr viel Eis essen. Das wärmte die Freundschaft untereinander. Wir haben viel gelacht und uns über eine ganze Bandbreite von Themen unterhalten.

Am Samstag hat Lasse Maria, seinen Kurzzeit-Mitbewohner Stefano und Camilla nach Amsterdam mitgenommen. Maria erzählte mir, wie schön es war und dass ihr die Stadt auch sehr gut gefallen habe. Ich blieb zurück, um beim Musical mitzuspielen. Am Sonntag hatten dann auch die Italiener die Möglichkeit es zu sehen und waren begeistert!

Am 10. Oktober war ein ganz besonderer Tag: Es war der 18. Geburtstag von Camilla! Elissa, ihre Austauschpartnerin, hat eine Überraschungsparty geplant zu der alle erschienen sind. Auch die Eltern von Camilla kamen extra aus Italien, um mit ihr zu feiern. Auch das war wieder ein gelungener Abend!

Um die ganze Menge Eis mindestens ein wenig abzubauen, hat sich unser Freundesgrüppchen zum Badminton spielen verabredet. Wir hatten sehr viel Spaß und unsere Freundschaften wuchsen noch weiter zusammen.

Freitag war der Empfang der Volksbank in Dülken. Manche Italiener begleiteten uns in die Schule, andere wurden von ihren Praktikumsleitern gebracht. Nach ein paar Reden vom stellvertretenden Bürgermeister, den Italienern und der Leitung der Volksbank tauschten wir uns bei leckeren belegten Brötchen abermals über den Austausch aus. Abends trafen sich alle zusammen zum Abschiedsessen im Mokka.

Am letzten Tag besuchten wir unser Nachbardörfchen Düsseldorf. Wir schlenderten den Medienhafen entlang, gingen in die Altstadt und zu all den Sehenswürdigkeiten. Wir genossen die letzten Stunden mit den Italienern, da sie schon sehr früh morgens am Flughafen sein mussten.

Sonntag (sehr) früh bzw. Samstagnacht standen wir wieder auf, damit wir um 4:35 Uhr am Flughafen Weeze sein konnten. Leicht müde verabschiedeten wir uns von unseren neu gewonnenen Freunden und ließen sie ins Flugzeug einsteigen.

Somit ging ein weiterer Austausch vorbei, bei dem einige Freundschaften geknüpft wurden und sehr schöne Erfahrungen gesammelt worden. Nun warten wir sehnsüchtig auf das kommende Jahr, damit wir sie auch im schönen Norden von Italien besuchen können.